Sebastian Stenzel (geb. 1966) ist ein deutscher Gitarrenbauer aus Immendingen in Südwestdeutschland und Mitentwickler des Frisch-Stenzel-Bundsystems für verbesserte Intonation. Seit 1996 Meister seines Fachs und seit 2002 Dozent am Mozarteum in Salzburg, ist er ein enger Freund von GSI, und seine Gitarren haben von den vielen Gitarristen, die sie in unserem Ausstellungsraum angespielt haben, großes Lob erhalten.
Auf einen Blick
- Geboren: 1966, Göttingen, Deutschland
- Nationalität: Deutsch
- Ausbildung: Lehrzeit in Göttingen (1989–1991); Meistergrad (1996)
- Auszeichnung: Meisterpreis der Bayerischen Staatsregierung (1998)
- Workshops: München (1996), Sölden bei Freiburg (2004), Emmendingen (2011); heute Immendingen
- Lehre: Universität Mozarteum, Salzburg, seit 2002
- Bekannt für: das Frisch-Stenzel-Bundsystem; kompakte, ergonomische Gitarren; Oud-Instrumente; Unterstützung des Regenwaldschutzes
Von der Physik zum Gitarrenbau
Sebastian Stenzel wurde 1966 in Göttingen als Sohn eines Universitätsprofessors für Germanistik und einer Lehrerin geboren. Schon früh arbeitete er gern mit Holz, begann mit zehn Jahren klassische Gitarre zu spielen und baute mit dreizehn seine erste Gitarre. Sein Gitarrenlehrer erkannte seine Leidenschaft und riet ihm, den Gitarrenbau zu seinem Beruf zu machen. Trotzdem schloss Stenzel die Schule mit dem Ziel ab, Physik zu studieren, verwarf diesen Plan jedoch, als er feststellte, dass ihn die praktische Anwendung, nicht die abstrakte Theorie, mehr interessierte.
Von 1989 bis 1991 absolvierte er seine Lehre bei einem Gitarrenbauer in Göttingen und fertigte und verbesserte in den folgenden Jahren weiterhin seine eigenen klassischen Gitarren und Flamenco-Gitarren. Nach bestandener Meisterprüfung 1996 eröffnete er seine eigene Werkstatt in München und wurde 1998 für seine herausragenden Leistungen in dieser Prüfung mit dem Meisterpreis der Bayerischen Staatsregierung ausgezeichnet.
Von München nach Immendingen
Von München aus erwarb sich Sebastian schnell einen wachsenden Ruf für seine Instrumente sowie für seine Reparaturen und Restaurierungen. 2004 verlegte er seine Werkstatt nach Sölden, einem Dorf in der Nähe von Freiburg im Südwesten Deutschlands, und im Februar 2011 zog er erneut um, diesmal ins „Zentrum für Handwerk und Kultur“ in Emmendingen. Heute befindet sich seine Werkstatt in Emmendingen, wo er sowohl Gitarren als auch Ouds baut. Er ist Vater zweier Söhne.
Lehrtätigkeit am Mozarteum
Seit 2002 unterrichtet Sebastian regelmäßig an der Universität Mozarteum in Salzburg, Österreich. Er hat außerdem an den Musikhochschulen in Hamburg, München und Freiburg sowie auf mehreren Gitarrenfestivals Vorlesungen gehalten.
Unterstützung des Regenwaldes
Sebastian Stenzel spendet 20 % des Mehrpreises für Tropenhölzer an Organisationen wie Rettet den Regenwald und Dalbergia Preservation. Diese Spenden sollen weder den Gitarrenbauer noch den Musiker von ihrer Verantwortung entbinden, sondern vielmehr ihr Umweltbewusstsein stärken und die Organisationen, die sich dem Schutz und der Erneuerung der Wälder verschrieben haben, konkret unterstützen.
Sebastian Stenzel Gitarren bei GSI
Viele Sebastian-Stenzel-Gitarren haben im Laufe der Jahre unsere Türen passiert. Aktuell verfügbare Gitarren finden Sie, indem Sie im Seitenkopf auf „Gitarren auf Lager“ klicken. Ältere Exemplare in unserem Museum finden Sie unter „Gitarren im Museum“.
Häufig gestellte Fragen
Wer ist Sebastian Stenzel?
Ein deutscher Gitarrenbauer (geb. 1966) aus Immendingen in Südwestdeutschland und Dozent am Mozarteum der Universität Salzburg.
Was ist die Frisch-Stenzel-Methode?
Ein System aus kompensiertem Bundabstand und Griffbrettkrümmung, das Stenzel-Gitarren die bestmögliche Intonation verleiht.
Wo ist Sebastian Stenzels Werkstatt?
In Immendingen im Südwesten Deutschlands (früher in München, Sölden und Emmendingen).