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24 Mar 2026

Bartosz Paprot: Neue Aufnahmen bei GSI

Wir haben kürzlich Bartosz Paprot für eine neue Aufnahmesession in unserem Showroom begrüßt. Der international preisgekrönte polnische Gitarrist gewann unter anderem den ersten Preis beim Internationalen Gitarrenwettbewerb „Premio Accademia“ in Rom. Dies war seine zweite Session bei GSI – er war bereits vor einigen Jahren bei uns und nahm damals unter anderem eine beeindruckende Interpretation von Daniel Forteas „Mi Favorita“ auf, die auf unserem YouTube-Kanal viral ging.

Paprots neue Videoreihe beginnt mit „Variationen über den Karneval von Venedig“ von Francisco Tárrega, aufgenommen auf einer Rojas & Sanzol Gitarre von 2025. Das Stück basiert auf einem bekannten Thema und präsentiert eine Reihe von Variationen, die unterschiedliche Klangfarben und technische Ideen erkunden. Bartosz bewahrt dabei die Klarheit des Themas und schafft trotz der wechselnden Techniken und Charakteristika ein starkes Gefühl der Einheit.

Er spielte außerdem das „Präludium“ aus der „Londoner Sonate Nr. 5“ von Silvius Leopold Weiss auf einer 2025 von Colin van Aelbrouck hergestellten „Rodriguez“ ein. Das ursprünglich für Laute komponierte Stück zeichnet sich durch einen freien, improvisatorischen Stil mit fließenden Linien aus, die typisch für die Barockzeit sind.

Aus dem Repertoire des 20. Jahrhunderts nahm Bartosz Heitor Villa-Lobos’ „Etüde Nr. 11“ auf einer Wolfgang Jellinghaus „Signature“-Gitarre aus dem Jahr 2025 auf. Bartosz’ Interpretation ist einzigartig, insbesondere sein Umgang mit dem Rubato im langsamen Teil des Stücks.

Bartosz nahm außerdem zwei Werke des polnischen Komponisten Alexandre Tansman auf. Das erste, „Variationen über ein Thema von Skrjabin“, basiert auf einem Thema aus Alexander Skrjabins „Präludium op. 16 Nr. 4 in Es-Moll“ für Klavier. Die im Video gezeigte Gitarre ist eine Antonio Marín Montero aus dem Jahr 2004 .

Das zweite Werk Tansmans, „Prélude et Interlude , galt lange als verschollen, bis es 2001 von Angelo Gilardino im Segovia-Archiv wiederentdeckt wurde. Andrés Segovia hatte Tansman ursprünglich gebeten, eine Reihe von Präludien zu schreiben, ähnlich den „24 Präludien“ von Manuel M. Ponce. Letztendlich komponierte Tansman jedoch nur dieses Präludium mit einem dazugehörigen Interludium. Bartosz nahm es 2019 auf einer Aufnahme von Thomas Dauge („d’après Daniel Friederich“) auf.

Das Programm schließt mit „Präludium Nr. 8“ von Manuel María Ponce, gespielt auf einer Henner Hagenlocher Gitarre aus dem Jahr 2026. Das Stück ist prägnant und direkt, aufgebaut auf einer einfachen Idee, die sich durch subtile harmonische Verschiebungen entfaltet.

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