Flamenco-Gitarrist Vahagani besucht GSI

Wir hatten kürzlich die Gelegenheit, Vahagni in unserem Showroom zu einer Aufnahmesession zu begrüßen. Auf dem Programm standen Eigenkompositionen, Flamenco-Stücke und ein Arrangement eines der beliebtesten Videospiel-Soundtracks. Das Programm, das auf fünf verschiedenen Gitarren gespielt wurde, spiegelte die vielfältigen Einflüsse wider, die Vahagnis Musik geprägt haben: Er verschmolz Flamenco, Jazz und Weltmusik zu einem ganz eigenen Stil.
Er eröffnete das Konzert mit seiner Eigenkomposition „Collage“ , die er auf einer Miguel-Rodriguez-Gitarre von 1961 spielte. Das Stück, das ursprünglich auf seinem 2012 erschienenen Album „Solitude“ veröffentlicht wurde, vereint kontrastierende musikalische Ideen zu einem einzigen Werk und spiegelt so das Patchwork-Konzept des Titels wider. Vahagni brachte die Stimmungswechsel gekonnt zum Ausdruck, ohne dabei den erzählerischen Charakter des Liedes zu vernachlässigen.
Vahagni spielte Levante auch auf einerConde Hermanos Flamenco-Gitarre aus dem Jahr 2001. Das Stück, benannt nach den Ostwinden Spaniens, greift auf traditionelle Flamenco-Elemente zurück und lässt gleichzeitig Raum für Vahagnis eigene musikalische Ausdrucksweise. Seine Interpretation hob den rhythmischen Schwung und die ausdrucksstarke Phrasierung hervor, die das Werk prägen.
Das Programm wurde mit Bulerías auf einer Manuel-Arango-Gitarre von 2025 fortgesetzt. Die Bulerías, eine der bekanntesten Formen des Flamenco, zeichnet sich durch ihr schnelles Tempo, ihren komplexen Rhythmus und ihren improvisatorischen Charakter aus. Vahagni vereinte technische Präzision mit der für diesen Stil so zentralen Spontaneität.
Anschließend spielte er „Anri“ auf einer Gitarre von José Martin Plazuelo aus dem Jahr 2014. Das Stück ist als Rondeña geschrieben, einer Flamenco-Form, die für ihre charakteristische Stimmung und ihren besinnlichen Charakter bekannt ist. Vahagni ließ die Melodielinien sich natürlich entfalten und betonte dabei die ausdrucksstarke Harmonik des Werkes.
Das Programm schloss mit Vahagnis Arrangement des Ocarina-of-Time -Themas aus The Legend of Zelda, gespielt auf einerArcángel-Fernández-Gitarre von 1961. Die Melodie, ursprünglich von Koji Kondo für das Nintendo-Spiel von 1998 komponiert, zählt heute zu den bekanntesten Themen der Videospielmusik. Vahagnis Arrangement bewahrt ihren schlichten, einprägsamen Charakter und passt sie gleichzeitig auf natürliche Weise an die Gitarre an.
Zusammen boten diese Darbietungen einen Einblick in Vahagnis breit gefächerte musikalische Interessen, von traditionellen Flamencoformen und Eigenkompositionen bis hin zu zeitgenössischen Arrangements, die alle mit einer persönlichen und unverwechselbaren Herangehensweise präsentiert wurden.
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