1939 Hermann Hauser I SP/CSAR
| Jahr | 1939 |
| Decke | Fichte |
| Rückseite und Zargen | CSA Rosewood |
| Skalenlänge | 650 mm |
| Sattelbreite einer Gitarre | 52 mm |
| Finish | French Polish |
| Land | Deutschland |
| Luthier | Hermann Hauser I |
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Dieses Instrument ist ein Paradebeispiel einer Hauser I im „spanischen Stil“, gebaut in der Zeit, die viele als seine Blütezeit betrachten. Sie besticht durch die klassischen Kurven, die kompakte (und dennoch robuste) Bauweise und die ästhetischen Merkmale, die sie zu einem der legendärsten (und meistkopierten) Modelle in der Geschichte des Gitarrenbaus machen – eine Gitarre in voller Größe, die in Maßen und inneren Konstruktionsdetails nahezu identisch mit Segovias Hauser von 1937 ist. Kein Wunder also, dass sie auch den unverwechselbaren, archetypischen Hauser-I-Klang besitzt, der das Publikum seit fast einem Jahrhundert in den Händen von Gitarristen wie Miguel Llobet, Andrés Segovia, Julian Bream und unzähligen anderen verzaubert. Der Klang lässt sich als nahezu perfekt beschreiben: klavierartige Klarheit in allen Lagen, präzise Balance und eine breite Klangpalette (hell und blechern im Ponticello-Stil, weich und leuchtend im Sul-Tasto-Stil und alle erdenklichen Nuancen dazwischen). Jeder Ton besitzt einen klar definierten und festen Grundton, der von sehr kontrollierten und transparenten Obertönen umhüllt wird. Der „spanische“ Stil dieser Gitarre zeichnet sich durch einen lockeren, wärmeren und holzigeren Klang im Vergleich zu seinem „teutonischen“ Stil aus. Hauser verwendete für dieses Modell sogar eine Rosette, die mit ihrem auf- und abfallenden Wellenmuster eine Hommage an Manuel Ramirez darstellt. Dies ist ein weiteres großartiges, außergewöhnliches und seltenes Beispiel für die Meisterleistung dieses Gitarrenbauers. Der Zustand ist vollständig original (einschließlich Lackierung und Landstorfer-Mechaniken), allerdings wurden vor einigen Jahren kleinere Reparaturen durchgeführt, um kleine Risse in den Zargen zu beheben. Diese entstanden, als der Boden durch Trockenheit schrumpfte und Druck auf die Zargen ausübte, wo die Bodenverstrebungen aufeinandertreffen. Mark Tossman führte die Arbeiten fachmännisch aus, erneuerte die Bünde und optimierte das Setup. Für alle, die auf der Suche nach dem ultimativen Hauser I sind, bietet dieses Modell alles – das elegante und klassische Hauser-Design, ein hervorragendes Spielgefühl und vor allem eine unglaubliche Nuanciertheit und Subtilität des Klangs.




