1965 Marcelino Lopez SP/CY
| Jahr | 1965 |
| Decke | Fichte |
| Rückseite und Zargen | Zypresse |
| Skalenlänge | 657 mm |
| Sattelbreite einer Gitarre | 51.5 mm |
| Finish | French Polish |
| Land | Spanien |
| Luthier | Marcelino Lopez Nieto |
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Diese Gitarre wurde unserer gemeinnützigen Stiftung, der GSI Foundation , gespendet. Die Erlöse aus dem Gitarrenverkauf über die GSI Foundation kommen direkt der musikalischen Ausbildung an öffentlichen Schulen zugute. Für weitere Informationen kontaktieren Sie uns gerne.
Der verstorbene
Marcelino López Nieto zählte zu den angesehensten lebenden Gitarrenbauern Spaniens im 20. Jahrhundert. Ursprünglich Gitarrist, war er Schüler von Daniel Fortea (der wiederum ein Schüler von Tárrega war). Da er zunächst als Schreiner tätig war, bot sich ihm aufgrund seiner Fähigkeiten der Übergang zum Gitarrenbau an – ein Weg, den viele Gitarrenbauer im Laufe der Geschichte beschritten. Nach dem Tod von Santos Hernández im Jahr 1943 freundete er sich mit dessen Witwe Mathilde Ruiz an und konnte einige Zeit in dessen Werkstatt verbringen, bevor er 1947 seine eigene eröffnete. Er arbeitete außerdem Anfang der 1970er-Jahre mit Hernández y Aguado zusammen und baute seither mehrere „Hernández y Aguado“-Modelle. Obwohl Marcelino Lopez ein Madrider Gitarrenbauer war, ließ er sich nie vom Stil der größeren, robusteren Gitarren der Ramirez-Schule beeinflussen und baute stets im traditionellen Stil von Torres, wobei er die kleinere Korpusform ohne Verwendung von Doppelseiten beibehielt und meist Fichtendecken mit französischer Politur verwendete.
Diese 1965 gefertigte Gitarre ist ein hervorragendes Beispiel für den Stil, den er so erfolgreich beherrschte. Sie ist ultraleicht und besitzt einen dunklen, trockenen und holzigen Klang im Stil der alten spanischen Musik. Die Töne springen mit beiden Händen mühelos vom Griffbrett – eine wahrhaft lebendige Gitarre mit hervorragender Spielbarkeit. Der Zustand weist zwei Reparaturen am Boden und mehrere Reparaturen an der Decke auf, die kürzlich von G. V. Rubio überarbeitet wurden. Die Mechaniken wurden durch Reischl-Mechaniken aus Deutschland ersetzt. Sie ist nun konzerttauglich und für jede Auftrittssituation geeignet. Es handelt sich um eine bemerkenswerte „Zypressen-Klassikgitarre“ – sehr selten –, die sich mit dem Anbringen eines Schlagbretts und der Absenkung der Saitenlage auch problemlos als Flamencogitarre spielen lässt. Sie ist eine sehr vielseitige Gitarre, die sich für nahezu jedes Musikgenre eignet. Ein fantastisches Exemplar eines der legendärsten und erfahrensten Gitarrenbauer Spaniens.
