"De Bonis Family: Rediscovering an ancient dynasty of Bisignano luthiers" by Lorenzo Frignani, Yuri Crusco and Giuseppe Mangia
$65.00
In den letzten Jahren wurde den großen Persönlichkeiten der italienischen Gitarrenbautradition wieder vermehrt Aufmerksamkeit geschenkt. Doch eine umfassende Studie über die Gitarrenbauerfamilie De Bonis – eine der ältesten Dynastien Italiens und Europas – fehlte bisher. Dieses Buch schließt diese Lücke und würdigt eine Familie, die das Herzstück des italienischen Gitarrenbaus bildet, endlich.
Inspiriert von „Il legno che canta“ von Mario Grimaldi und Maestro Angelo Gilardino – die die Wissenschaftler dazu aufriefen, der Familie De Bonis die Forschung zukommen zu lassen, die sie verdient – setzt diese Publikation diese Mission fort und verbindet historische Strenge mit kultureller Leidenschaft.
Die Geschichte spielt in Bisignano , einer Stadt, die seit der Antike für ihre Handwerker bekannt ist und deren Name mit dem Ausspruch „Bisignano: chitarrari e pignatari“ – „Gitarrenbauer und Töpfer“ – besungen wird. Dieses Handwerk, das auf jahrhundertealter Tradition beruht, wurde in den benachbarten Stadtteilen Humale (dem heutigen Giudecca) und Santa Croce über Generationen weitergegeben. Während die Töpfer der Stadt bereits von ihren frühesten Historikern erwähnt wurden, tauchten die Arbeiten der Bisignanoer Gitarrenbauer erst im frühen 19. Jahrhundert auf.
Dieses Buch verfolgt die Geschichte der Familie De Bonis anhand akribischer Recherchen bis ins frühe 18. Jahrhundert zurück – fast ein Jahrhundert früher als bisher angenommen – und zeigt, dass die Tradition des Geigenbaus in Bisignano nie auf eine einzige Familie beschränkt war. Wie die Töpfer verbanden auch die Geigenbauer ihre Schicksale durch Ehen zwischen Handwerkerfamilien und sicherten so die Kontinuität ihres Handwerks. Neben der renommierten Dynastie De Bonis spielten auch die Familien Ferraro, Liguori, Clausi und Cariati eine wichtige Rolle und bildeten eine eng verbundene Gemeinschaft im Viertel Giudecca – treffend als „Straße der Geigenbauer“ bekannt.
Verbunden durch gegenseitige Unterstützung und eine gemeinsame Identität, bildeten diese Handwerker so etwas wie eine inoffizielle Gilde – ein bleibendes Zeugnis des Geistes der Zusammenarbeit und Hingabe, der die Geschichte des italienischen Gitarrenbaus prägte.
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