Album-Spotlight: Cinzia Milani: Eine Hommage an María Luisa Anido
Die italienische Gitarristin Cinzia Milani , eine leidenschaftliche Verfechterin der Förderung von Komponistinnen, war kürzlich im Podcast „Classical Guitar Heroines“ zu Gast, um über ihr neuestes Projekt zu sprechen – ein komplettes Album, das der Musik von María Luisa Anido (1907–1996) gewidmet ist. Sie können ihr inspirierendes Gespräch im folgenden Podcast anhören, anschließend können Sie sich das Album selbst ansehen.
Diese neue Aufnahme von Brilliant Classics rückt Anido, oft als „Grande Dame der Gitarre“ bezeichnet, ins Rampenlicht – ein längst überfälliges Highlight. Die in Argentinien geborene Anido war sowohl eine virtuose Interpretin als auch eine Komponistin, deren Werke die Folktraditionen ihrer Heimat lebendig widerspiegeln. Zu ihren Lehrern zählten Miguel Llobet – ein direkter Schüler von Tárrega – und Domingo Prat. Sie entwickelte einen Stil, der spanische Lyrik mit argentinischem Soul verband.
Milani führt diese Stücke mit Wärme und tiefem Verständnis auf, vom ausdrucksstarken Barcarola bis zu den Impresiones Argentinas , einem Zyklus aus neun Werken, die die vielfältige Klanglandschaft Argentiniens erkunden – von der Pampa bis zu den Anden.
Dieses Album ist erst die zweite vollständige Aufnahme von Anidos Kompositionen und stellt eine wichtige Ergänzung der modernen Gitarrendiskographie und der wachsenden Sammlung wiederentdeckter Juwelen von Brilliant Classics dar.
Bei GSI hat Anidos Erbe eine besondere Bedeutung. Die legendäre Antonio de Torres „FE 17“ SP/MP (ex Francisco Tárrega, María Luisa Anido) von 1864 – eine der historisch bedeutendsten Gitarren aller Zeiten – wurde vor einigen Jahren bei GSI bei einem historischen Treffen der drei Torres-Gitarren vorgestellt, die einst Francisco Tárrega gehörten. Bei diesem Event kamen Pepe Romero , Andrew York und das Los Angeles Guitar Quartet zusammen, die auf diesen Instrumenten spielten und Aufnahmen machten.
Durch Cinzia Milanis neues Album und ihren nachdenklichen Podcast-Auftritt können die Zuhörer Anidos lyrische und erdige Stimme wiederentdecken – eine wichtige Verbindung zwischen Tárregas romantischer Tradition und der reichen Musiklandschaft Lateinamerikas.
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