1958 Manuel Velázquez Nr. 13 SP/CSAR
| Jahr | 1958 |
| Decke | Fichte |
| Rückseite und Zargen | CSA Rosewood |
| Skalenlänge | 650 mm |
| Sattelbreite einer Gitarre | 51 mm |
| Finish | French Polish |
| Land | USA |
| Luthier | Manuel Velázquez |
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Beschreibung
Diese 1958 in New York gebaute Manuel Velázquez ist eine klassische Gitarre aus Fichte und CSA-Palisander, Nr. 13.
Nr. 13
Die Gitarre trägt den Zettel mit Schriftrollen-Motiv, den er für den Rest seiner Laufbahn verwendete – „Manuel Velázquez, Constructor de Guitarras, New York“ –, von Hand datiert, quer über die Mitte mit „Manuel Velázquez“ signiert und mit #13 nummeriert. Etwas kompakt und doch robust gebaut, hat sie den festen Klang des „teutonischen“ Stils von Hermann Hauser I – ein dichter, fokussierter Diskant, ausbalanciert durch kräftige Bässe – mit großer Klarheit und einem natürlichen, holzigen Ton. Die Hölzer sind wunderschön: dunkler, gerade gemaserter CSA-Palisander und eine gealterte Fichtendecke mit herrlicher Bärentatze (Bearclaw).
Zustand
Ein durchgehender Riss in der Decke zwischen Steg und Deckenende ist außen mit einem eingesetzten Span und innen mit einem Riegel repariert; auch die Mittelfuge zwischen Steg und Rosette hat einen Span, und ein oberflächlicher Riss im unteren Bug auf der Bassseite wurde von außen verleimt. Die Gitarre wurde neu lackiert, nach der dunklen Patina und den jüngeren Gebrauchsspuren an Korpus und Hals zu urteilen wohl schon vor vielen Jahrzehnten. Boden und Zargen weisen keine Risse oder Reparaturen auf. Goran Ivanović spielt sie im Video oben.
Hintergrund
Manuel Velázquez: Ein amerikanischer Meister in spanischer Tradition
Manuel Velázquez (1917–2014) wurde in Puerto Rico geboren und machte sich in New York einen Namen, wo seine Werkstatt in der 420 Third Avenue zum Treffpunkt führender Gitarristen wurde. Er war wohl der bedeutendste amerikanische Gitarrenbauer in europäischer Tradition, und seine Instrumente stehen denen seiner spanischen und deutschen Zeitgenossen in Handwerk und Klang in nichts nach. In einer Laufbahn von fast acht Jahrzehnten – in New York, Puerto Rico, Virginia und Florida – wurden seine Gitarren von Andrés Segovia, Julian Bream, Pepe Romero, Rey de la Torre und Sabicas gespielt, aber auch von Musikern weit über die klassische Welt hinaus, von Earl Klugh bis zu Paul Simon und Keith Richards.
Der Velázquez-Klang
Velázquez-Gitarren werden am häufigsten mit denen von Hermann Hauser I und Hermann Hauser II verglichen – nicht nur im Aussehen, sondern auch im Klangcharakter: große Klarheit und Trennung der Stimmen, perfekte Balance, ein funkelnder Diskant über stabilen Bässen und eine natürliche, wunderschöne „holzige“ Klangfarbe. Die meisten seiner Gitarren folgen diesem kompakten, an Hauser angelehnten Modell; in den 1970er- und frühen 1980er-Jahren baute er zudem einen größeren, runderen Korpus mit tieferen Zargen und einem noch größeren Klang. Sein Sohn Alfredo Velázquez, der das Handwerk in der Werkstatt seines Vaters erlernte, führt die Tradition fort.
Bücher über Manuel Velázquez
Eine Velázquez von 1978 – eine Gitarre, die später durch unsere Hände ging – ist in Alberto Martínez’ Buch „34 Classical Guitars in Life Size“ abgebildet, und eine Velázquez von 1955 aus der Sammlung Russell Cleveland erscheint in „The Classical Guitar – A Complete History“:



