2000 Hermann Hauser III SP/CSAR
| Jahr | 2000 |
| Decke | Fichte |
| Rückseite und Zargen | CSA Rosewood |
| Skalenlänge | 645 mm |
| Sattelbreite einer Gitarre | 51 mm |
| Finish | Lack |
| Land | Deutschland |
| Luthier | Hermann Hauser III |
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Hermann Hauser III. baute unermüdlich Gitarren, die den Klang und die Ästhetik des „teutonischen“ Stils einfangen, wie er ursprünglich von seinem Großvater Hermann Hauser I. begründet und von seinem Vater Hermann Hauser II. weitergegeben wurde. Obwohl dieser Stil seit seiner Entstehung zu den ikonischsten (und am häufigsten kopierten) zählt, überrascht es nicht, dass Hermann III. ihn am getreuesten bewahrt hat – er arbeitet in derselben Werkstatt wie sein Vater und Großvater, verwendet viele der gleichen Werkzeuge und sogar Hölzer, die von seinen beiden väterlichen Vorgängern erworben wurden. Merkmale des „teutonischen“ Stils sind die extreme Klarheit und Ausgewogenheit der Stimmen, das gleichmäßige Sustain in allen Registern und natürlich die unvergleichliche Klangschönheit. Der Klang dieses Instrumentenstils wurde vor allem von Größen wie Andres Segovia und Julian Bream in unzähligen Aufnahmen sowie von zahlreichen anderen bedeutenden Gitarristen verewigt.
Verarbeitung und Materialien dieser Gitarre sind hervorragend. Sie besteht aus dunkler, alter Fichte für die Decke sowie elegant gemasertem, üppigem und farbenfrohem CSA-Palisander für Boden und Zargen mit gelblichen Splintholztönen, die wunderschön in das dunklere Kernholz übergehen und fast den Eindruck eines verblassenden Sonnenuntergangs erwecken. Das Design ist im Wesentlichen das gleiche wie bei der Gitarre von Hauser I aus dem Jahr 1937, die sich im Besitz von Segovia befand. Dieses Instrument befindet sich für sein Alter in ausgezeichnetem Zustand, mit nur geringfügigen Abnutzungserscheinungen im Lack. Dennoch hat es einen wunderschön eingespielten und „aufgelockerten“ Klang, der jeder Note einen herrlichen Glanz verleiht, der (in perfekter Hauser-Manier) über alle Register hinweg perfekt ausbalanciert ist und eine hervorragende Definition/Trennung der Stimmen bietet. Diese Gitarre gehörte zuvor dem großartigen brasilianischen Gitarristen Marcelo Kayath, der sie (mit seiner starken rechten Hand) wunderbar spielte und einspielte und so ihre Wärme und Klangschönheit verstärkte. Dies ist ein wunderschönes Exemplar aus einer der bekanntesten und angesehensten Werkstätten der klassischen Gitarrengeschichte.
Videos
João Luiz spielt seine Komposition „Sereno“ auf einer klassischen Hermann Hauser III Gitarre aus dem Jahr 2000.


