2025 Manuel Arango SP/IN
| Jahr | 2025 |
| Decke | Fichte |
| Rückseite und Zargen | Indisches Rosenholz |
| Skalenlänge | 650 mm |
| Sattelbreite einer Gitarre | 52 mm |
| Finish | French Polish |
| Zustand | Neu |
| Land | Schweiz |
| Exchange | ExchangePlus |
| Luthier | Manuel Arango |
$8 500,00
Beschreibung
Diese 2025 in Zürich, Schweiz, gebaute Manuel Arango Konzertgitarre mit Fichtendecke und Boden und Zargen aus indischem Palisander ist die TATSÄCHLICHE Gitarre, die beim 8. Antonio Marín Montero Gitarrenbauwettbewerb in Granada, Spanien, den ersten Preis in der Kategorie Klassik gewann.
Manuel Arangos Kraft: Santos Hernández und Torres Roots
Wir trafen den Schweizer Gitarrenbauer Manuel zum ersten Mal in Granada, wo er auch den zweiten Preis für seine Flamenco-Gitarre gewann. Diese Gitarre basiert auf Manuels Grundkonstruktion, die aus einer asymmetrischen 7-Fächer-Verstrebung für die Decke besteht. Die Fächer selbst sind symmetrisch angeordnet, wobei der untere Harmonic-Bar geneigt ist, um die Diskantseite der Decke zu verkürzen und so die Asymmetrie zu erzeugen. Manuels Hauptinspiration für diesen Ansatz ist eine Santos Hernández aus den 1930er-Jahren, die er während seines Studiums begutachten konnte. Er lässt sich auch stark von der Fächerverstrebung nach Torres -Art beeinflussen, hat seine Konstruktion aber über die Jahre hinweg schrittweise modifiziert und die Fächer etwas schmaler und höher gestaltet. Er verwendet dieselbe Grundkonstruktion sowohl für seine klassischen Gitarren als auch für seine Flamenco-Gitarren – die Flamenco-Gitarren haben lediglich dünnere Decken und einige wenige zusätzliche Anpassungen.
Rosette und Design: Mudéjar-Kunst und Johannes Itten
Für seine Rosetten- und Intarsienarbeiten hat Manuel die Mudéjar-Kunst und -Architektur Spaniens sowie die islamische Kunst im Allgemeinen eingehend studiert. Seine Mosaikentwürfe sind von diesem bedeutenden Kunststil inspiriert, und er strebt stets danach, seinen Rosetten einen harmonischen Fluss zu verleihen. Auch die Farbe spielt eine wichtige Rolle, und die richtige Kombination von Materialien und Farbtönen ist für ihn ein zentraler Bestandteil ästhetischer Entscheidungen. Insbesondere die Farbtheorie des Schweizer Expressionisten Johannes Itten hat Manuels Werk stark beeinflusst. Weitere Gestaltungselemente wurzeln in der spanischen und französischen Tradition des Gitarrenbaus: Die Grundform und die Kopfplattenform sind von den Arbeiten verschiedener Gitarrenbauer beeinflusst – allen voran Antonio de Torres, Daniel Friederich , Dominique Field und Santos Hernández.
Klang und Spielbarkeit
Klanglich besticht die Gitarre durch einen sehr eleganten und komplexen Ton. Jeder Ton besitzt einen soliden, festen Grundton und eine wunderschöne Obertonstruktur, die für Brillanz und Tiefe sorgt. Durch die Variation der Griffposition lässt sich mühelos eine breite Palette an Klangfarben erzeugen, und der Dynamikumfang ist hervorragend. Die Gitarre hat in der Standardposition einen spürbar kraftvollen Klang; spielt man sie jedoch gefühlvoll, bleibt ihre Ansprache (Anschlag, Sustain, Balance) konstant, unabhängig von der Anschlagstärke. Auch die Bespielbarkeit ist exzellent, was angesichts Manuels Erfahrung als Gitarrist und des jahrelangen Feedbacks seines Bruders Lucas, eines professionellen Flamenco-Gitarristen, nicht verwunderlich ist. Insgesamt ein in jeder Hinsicht hervorragendes Instrument. Wir freuen uns auf viele weitere Gitarren dieses Herstellers in der Zukunft!
Hintergrund
Manuel Arango: Schweizer Gitarrenbauer mit kolumbianischen Wurzeln
Manuel Arango wurde 1994 in Zürich, Schweiz, als Sohn einer Schweizerin und eines Kolumbianers geboren. Musik war in seinem Elternhaus allgegenwärtig, und durch seine Eltern entwickelte Manuel schon früh ein Interesse am Musizieren. Angeregt durch die Liebe seines Vaters zur lateinamerikanischen Musik, begann er mit neun Jahren klassische Gitarre zu spielen. Als Teenager entdeckte er seine Leidenschaft für die Holzbearbeitung und fand schließlich im Gitarrenbau die perfekte Verbindung dieser beiden Interessen.
Manuels älterer Bruder Lucas ist professioneller Flamenco-Gitarrist. Seit Manuel sich 2015 dem Gitarrenbau widmete, tauschen die beiden Brüder regelmäßig Ideen aus und arbeiten gemeinsam an der Entwicklung von Instrumenten, die den Ansprüchen anspruchsvoller Musiker – sowohl klassischer als auch Flamenco-Gitarristen – gerecht werden. Ihr Fokus liegt dabei auf Klangqualität, Spielbarkeit und natürlich auch auf einer ansprechenden Ästhetik. Manuels aktuelle Modelle stellen die jüngste Entwicklung dieses kontinuierlichen Prozesses dar.
Ausbildung in Markneukirchen und ein Workshop in Zürich
Nachdem er seine ersten Instrumente in der Schweiz gebaut hatte, zog Manuel nach Deutschland, wo er von 2016 bis 2021 an der Westsächsischen Hochschule in Markneukirchen studierte und sein Studium mit einem Diplom in Musikinstrumentenbau und dem Meistertitel abschloss. Seine Abschlussarbeit befasste sich mit islamischer Kunst und Gestaltung im Bereich der klassischen Gitarren. 2022 gründete er eine Werkstatt in Zürich und baut seither Gitarren unter seinem eigenen Namen. Seine Entwürfe sind von spanischen und französischen Traditionen – insbesondere von Santos Hernández und Antonio de Torres – inspiriert, während seine Rosetten von der Mudéjar- und islamischen Kunst beeinflusst sind. GSI ist stolz darauf, Manuels exklusiver Händler in den USA zu sein.
Erster Preis in Granada
Im Jahr 2025 nahm Manuel am renommierten 8. Antonio Marín Montero Gitarrenbauwettbewerb in Granada, Spanien, teil, wo er den ersten Preis in der Kategorie klassische Gitarre und den zweiten Preis in der Kategorie Flamenco-Gitarre gewann.
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