2026 Gerardo Centonze "The Blue Guitar - REG Limited Edition 2026" SP/AR
| Jahr | 2026 |
| Decke | Fichte |
| Rückseite und Zargen | Afrikanisches Rosenholz |
| Skalenlänge | 650 mm |
| Sattelbreite einer Gitarre | 52 mm |
| Finish | French Polish |
| Land | Italien |
| Zustand | Neu |
| Exchange | ExchangePlus |
$12.500,00
Seit über einem Jahrhundert ist die Idee der „blauen Gitarre“ ein wiederkehrendes Motiv in der Kunstwelt. Ihre Ursprünge liegen vor allem in Pablo Picassos „Blauer Periode“ (1901–1904) und seinem berühmten Gemälde „Der alte Gitarrist “ (1903–04), das Wallace Stevens 1937 zu seinem Gedicht „Der Mann mit der blauen Gitarre“ inspirierte. Musikalisch umgesetzt wurde diese Idee von Sir Michael Tippett, der für Julian Bream das Gitarrensolo „The Blue Guitar“ schrieb, das dieser 1983 uraufführte. Und dieses alte Thema der blauen Gitarre lebt in diesem atemberaubend schönen neuen Instrument des italienischen Gitarrenbauers Gerardo Centonze weiter. Es handelt sich um ein einzigartiges Einzelstück, das es so nie wieder geben wird. Centonze baute die Gitarre für die Roma Guitar Expo 2026. Nachdem wir sie dort gesehen und gespielt hatten, war uns sofort klar: Dieses außergewöhnlich beeindruckende Instrument muss zu GSI – und hier ist es nun!
Nun zu den verwendeten Materialien dieser Gitarre: Zunächst einmal besitzt sie eine atemberaubend schöne Decke mit ausgeprägten Bärenklauen-Maserungen, die 1988 aus dem Val di Fiemme in den Dolomiten Norditaliens stammt. Gerardo erklärt, dass sie aufgrund ihres Alters und ihrer natürlichen Beschaffenheit sehr steif ist und er sie daher problemlos auf die gewünschte Dicke bearbeiten konnte. Zweitens bestehen Boden und Zargen aus erstklassigem afrikanischem Palisander mit einer wilden, farbenprächtigen und sehr geraden Maserung. Nicht zuletzt verleihen die Einlegearbeiten dieser Gitarre ihr markantes Aussehen: Blaues, stabilisiertes Riegelbirkenholz findet sich überall in der Kopfplatte, der Rosette, den Einlagen an Decke und Boden sowie den Saitenhaltern. Der Prozess der Färbung dieses Holzes ist recht interessant und verdient hier eine kurze Erwähnung – Riegelbirke ist ein sehr empfindliches Material und wäre im Rohzustand für ein Projekt wie dieses unbrauchbar. Die Farbe wird durch mehrstündiges Einweichen des Holzes in farbigem Harz in einer Vakuumkammer aufgebracht. Anschließend werden die Stücke aus dem Vakuum entnommen und im Ofen getrocknet. Das Vakuumbad ermöglicht es der Farbe, das gesamte Holz zu durchdringen. Durch diesen Prozess des Harzimprägnierens wird das Holz stabilisiert und gehärtet, wodurch es für verschiedenste Zwecke wie Messergriffe oder Stifte verwendet werden kann – oder in diesem Fall für die dekorativen Elemente einer Gitarre! Die geschwungenen Maserungen des blau gefärbten Holzes verleihen ihm eine absolut atemberaubende Optik. Insgesamt ein elegantes und modernes Design, wunderschön und mit präziser Handwerkskunst ausgeführt.
Gerardos Bauphilosophie ist in den meisten strukturellen Aspekten vor allem von traditionellen spanischen Modellen inspiriert. Unter der Decke befinden sich sieben Fächerverstrebungen und ein Stegeinsatz im unteren Bereich des Korpus. Im oberen Bereich sind vier weitere Verstrebungen angebracht (die vom Halsfuß weg fächerförmig verlaufen). Der Halsfuß selbst erstreckt sich zweiteilig bis zum Schallloch und bietet so zusätzliche Stabilität unter Griffbrett und Hals. Für eine individuelle Einstellung und optimale Bespielbarkeit lässt sich der Halswinkel dank des integrierten Halsstabs leicht anpassen. Wie bei einigen Gitarrenbauern der zeitgenössischen französischen Schule sind die Zargen innen mit Verstrebungen verstärkt, um zusätzliche Stabilität zu gewährleisten. Dieser solide verstärkte Korpus leitet die Schwingungen größtenteils auf die (eher dünne) Decke. Trotz seiner etwas kompakteren Bauweise erzeugt er einen voluminösen, satten und vollen Klang mit einer tiefen Korpusresonanz zwischen F und Fis. Diese fokussierte Klangwiedergabe sorgt zudem für eine exzellente Projektion und macht die Gitarre für jede Bühnengröße geeignet. Sie ist in jeder Hinsicht eine spektakuläre Gitarre – sowohl optisch als auch klanglich. Und schließlich befindet sich die hier präsentierte „Blaue Gitarre“ in einem blauen Cibeles-Hartschalenkoffer mit blauer Innenausstattung. Gerardo hat bei diesem einzigartigen Projekt an jedes Detail gedacht!
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Gerardo Centonze with GSI president David Collett and "The Blue Guitar" at the Rome Guitar Expo in March 2026
Seit über einem Jahrhundert ist die Idee der „blauen Gitarre“ ein wiederkehrendes Motiv in der Kunstwelt. Ihre Ursprünge liegen vor allem in Pablo Picassos „Blauer Periode“ (1901–1904) und seinem berühmten Gemälde „Der alte Gitarrist “ (1903–04), das Wallace Stevens 1937 zu seinem Gedicht „Der Mann mit der blauen Gitarre“ inspirierte. Musikalisch umgesetzt wurde diese Idee von Sir Michael Tippett, der für Julian Bream das Gitarrensolo „The Blue Guitar“ schrieb, das dieser 1983 uraufführte. Und dieses alte Thema der blauen Gitarre lebt in diesem atemberaubend schönen neuen Instrument des italienischen Gitarrenbauers Gerardo Centonze weiter. Es handelt sich um ein einzigartiges Einzelstück, das es so nie wieder geben wird. Centonze baute die Gitarre für die Roma Guitar Expo 2026. Nachdem wir sie dort gesehen und gespielt hatten, war uns sofort klar: Dieses außergewöhnlich beeindruckende Instrument muss zu GSI – und hier ist es nun!
Nun zu den verwendeten Materialien dieser Gitarre: Zunächst einmal besitzt sie eine atemberaubend schöne Decke mit ausgeprägten Bärenklauen-Maserungen, die 1988 aus dem Val di Fiemme in den Dolomiten Norditaliens stammt. Gerardo erklärt, dass sie aufgrund ihres Alters und ihrer natürlichen Beschaffenheit sehr steif ist und er sie daher problemlos auf die gewünschte Dicke bearbeiten konnte. Zweitens bestehen Boden und Zargen aus erstklassigem afrikanischem Palisander mit einer wilden, farbenprächtigen und sehr geraden Maserung. Nicht zuletzt verleihen die Einlegearbeiten dieser Gitarre ihr markantes Aussehen: Blaues, stabilisiertes Riegelbirkenholz findet sich überall in der Kopfplatte, der Rosette, den Einlagen an Decke und Boden sowie den Saitenhaltern. Der Prozess der Färbung dieses Holzes ist recht interessant und verdient hier eine kurze Erwähnung – Riegelbirke ist ein sehr empfindliches Material und wäre im Rohzustand für ein Projekt wie dieses unbrauchbar. Die Farbe wird durch mehrstündiges Einweichen des Holzes in farbigem Harz in einer Vakuumkammer aufgebracht. Anschließend werden die Stücke aus dem Vakuum entnommen und im Ofen getrocknet. Das Vakuumbad ermöglicht es der Farbe, das gesamte Holz zu durchdringen. Durch diesen Prozess des Harzimprägnierens wird das Holz stabilisiert und gehärtet, wodurch es für verschiedenste Zwecke wie Messergriffe oder Stifte verwendet werden kann – oder in diesem Fall für die dekorativen Elemente einer Gitarre! Die geschwungenen Maserungen des blau gefärbten Holzes verleihen ihm eine absolut atemberaubende Optik. Insgesamt ein elegantes und modernes Design, wunderschön und mit präziser Handwerkskunst ausgeführt.
Gerardos Bauphilosophie ist in den meisten strukturellen Aspekten vor allem von traditionellen spanischen Modellen inspiriert. Unter der Decke befinden sich sieben Fächerverstrebungen und ein Stegeinsatz im unteren Bereich des Korpus. Im oberen Bereich sind vier weitere Verstrebungen angebracht (die vom Halsfuß weg fächerförmig verlaufen). Der Halsfuß selbst erstreckt sich zweiteilig bis zum Schallloch und bietet so zusätzliche Stabilität unter Griffbrett und Hals. Für eine individuelle Einstellung und optimale Bespielbarkeit lässt sich der Halswinkel dank des integrierten Halsstabs leicht anpassen. Wie bei einigen Gitarrenbauern der zeitgenössischen französischen Schule sind die Zargen innen mit Verstrebungen verstärkt, um zusätzliche Stabilität zu gewährleisten. Dieser solide verstärkte Korpus leitet die Schwingungen größtenteils auf die (eher dünne) Decke. Trotz seiner etwas kompakteren Bauweise erzeugt er einen voluminösen, satten und vollen Klang mit einer tiefen Korpusresonanz zwischen F und Fis. Diese fokussierte Klangwiedergabe sorgt zudem für eine exzellente Projektion und macht die Gitarre für jede Bühnengröße geeignet. Sie ist in jeder Hinsicht eine spektakuläre Gitarre – sowohl optisch als auch klanglich. Und schließlich befindet sich die hier präsentierte „Blaue Gitarre“ in einem blauen Cibeles-Hartschalenkoffer mit blauer Innenausstattung. Gerardo hat bei diesem einzigartigen Projekt an jedes Detail gedacht!
"The Old Guitarist" by Pablo Picasso
Gerardo Centonze wurde 1986 in Taranto, Italien, geboren. Zunächst war er Autodidakt, doch 2013 schrieb er sich an der Mailänder Schule für Gitarrenbau ein, wo er die wichtigsten Bautechniken für Zupfinstrumente erlernte. 2017 schloss er sein Studium unter der Anleitung der Meister Lorenzo Lippi, Federico Gabrielli und Gabriele Negri mit dem Diplom als Gitarrenbaumeister ab. Im Anschluss absolvierte er ein Praktikum bei Maestro Mirko Borghino und vertiefte seine Kenntnisse auch im Bereich der Archtop- und Akustikgitarren. 2018 kehrte er nach Mailand zurück, konzentrierte sich ganz auf den Bau klassischer Gitarren und begann ein intensives Praktikum in der Werkstatt von Maestro Lorenzo Lippi. Dort lernte er verschiedene Ansätze im Gitarrenbau kennen und verfeinerte gleichzeitig seinen eigenen Stil. Im selben Jahr eröffnete er seine eigene Werkstatt in Mailand, wo er neben dem Bau eigener Instrumente auch Restaurierungsarbeiten an Vintage-Instrumenten durchführt. Seit 2021 hat er mehrfach als Aussteller an der REG (Rome Expo Guitar) teilgenommen. Nach jahrelanger Arbeit an seinem Handwerk wurde Gerardo Centonze im August 2023 beim renommierten sechsten Antonio-Marin-Montero-Gitarrenbauwettbewerb in Granada, Spanien, mit dem dritten Preis für seine klassische Gitarre ausgezeichnet.
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